74. Delegiertenversammlung

Grasberg, 21.02.2025

Im Rahmen der diesjährige Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes in Grasberg standen nach den üblichen Regularien die Grußworte der Gäste auf der Tagesordnung. Neben vielen Ehrengästen von DRK, IRLS-Bremerhaven, Polizei, Kreiswaldbrandbeauftraten, Kreisverwaltung, Leiter Technische Einsatzleitung, Leiter Fachgruppe I&K, Kreisausbildugsleiter sprachen folgende ein Grußwort:

Der Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeld (CDU) der selbst Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr ist, sprach über wie Wichtigkeit des Ehrenamtes in der heutigen Zeit und bezog sich auf das Leitmotiv des Niedersächsischen Landesfeuerwehrverbandes „Wichtiger denn je Deine Feuerwehr“. Wenn in Deutschland die 112 gewählt wird, dann kommt jemand.

Stärkung des Katastrophenschutzes: Landrat Bernd Lütjen berichtet über Stabsrahmenübung und Personalaufstockung

Im Rahmen der Veranstaltung hielt Landrat Bernd Lütjen das zweite Grußwort und informierte über aktuelle Entwicklungen im Katastrophenschutz des Landkreises.

Lütjen berichtete von einer Stabsrahmenübung, die in der vergangenen Woche innerhalb der Kreisverwaltung durchgeführt wurde. Ziel der Übung war es, die Abläufe und Entscheidungswege im Krisenfall zu erproben und weiter zu optimieren.

Eine weitere wichtige Maßnahme zur Stärkung des Brandschutzes sei die personelle Aufstockung der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) im Landkreis. Durch eine zusätzliche Fachkraft werde die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr weiter verbessert und die Unterstützung für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte optimiert. Landrat Lütjen bedankte sich bei allen Beteiligten für ihr Engagement und betonte die Wichtigkeit einer gut funktionierenden Zusammenarbeit im Bereich des Brandschutzes.

Nach seinem Grußwort nahm der Landrat folgende Ehrungen für langjährige Dienstzeit vor:

Im Anschluss wurden durch den Verbandsvorsitzenden Jan Hinken Ehrenzeichen des Deutschen Feuerwehrverbandes verliehen.

Bronze:

Brandmeister Nico Schröder, Worphausen

Erster Hauptfeuerwehrmann Thorsten Reich, Lilienthal-Falkenberg

Silber:

Stv. Gemeindebrandmeister

Jan Büntemeyer, Worpswede/Hüttenbusch

Bericht es Verbandsvorsitzenden:

Jan Hinken berichtete über besondere Einsätze im vergangenen Jahr sowie besondere Herausforderungen die auf die Feuerwehr zukommen. Ein gesteigertes Medieninteresse ist zu vermelden.

Im Ausblick auf das Jahr 2025 gibt es Veränderungsprozesse wie zum Beispiel die Fusion zweier Ortsfeuerwehren in der Gemeinde Ritterhude (Ihlpohl-Platjenwerbe).

Ein weiterer Schwerpunkt wird die Aus- und Fortbildung sein.

Auf die Leistungsvergleiche und das Fahrsicherheitstraining im laufenden Jahr wurde hingewiesen, die Termine sind der Homepage zu entnehmen.

PSNV-E Team

Ins Bergmann berichtete über die Arbeit der Psychosozialen Notfallbetreuung für Einsatzkräfte im Landkreis. Sie bot den Feuerwehren Infoabende in den Feuerwehrhäusern an.

Technisches Hilfswerk

Jan Hinken wurde von der anwesenden Delegation des Technischen Hilfswerks mit dem Ehrenzeichen des Technischen Hilfswerks in Gold ausgezeichnet

Weitere Tätigkeitsberichte wurden vom Kreisbrandmeister, Kreisjugendfeuerwehrwart, den Vorstandsmitglieder über Personalveränderungen und vom Kassenwart vorgetragen.

Anpassung des Mitgliedsbeitrages

Der Mitgliedsbeitrag an den LFV wird von 3,40 € auf 4,50 € angehoben!
Empfehlung die Anhebung des Jahresbeitrages von 4,90 € auf 6,20 €

Der Antrag wurde angenommen

Unter dem Tagesordnungspunkt Wahlen wurde die Bestätigung der Wahl eines
stellvertretenden Kreisjugendfeuerwehrwart Patrik Felis vorgenommen.

Nächste Delegiertenversammlung

am Freitag, 6. März 2026 Im
HammeForum in Ritterhude.

Die Versammlung endete mit einem gemeinsamen Essen.

Technischer Einsatzleiter

Thorben Brinkmann koordiniert Katastrophen-Einsätze

Thorben Brinkmann erhielt von Landrat Bernd Lütjen jetzt die Bestellungsurkunde zum Leiter der technischen Einsatzleitung im Katastrophenschutz.

Landkreis Osterholz. Thorben Brinkmann, Gruppenführer bei der Freiwilligen Feuerwehr Ritterhude, ist von der Osterholzer Kreisverwaltung mit einer neuen, wichtigen Aufgabe betraut worden: Der 28-jährige Jura-Student, der schon beim Lilienthaler Weihnachtshochwasser 2023 in leitender Funktion tätig war, wurde von Landrat Bernd Lütjen nun offiziell zum Chef der Technischen Einsatzleitung im Katastrophenfall ernannt. Brinkmann ist damit das entscheidende Bindeglied zwischen den Mitgliedern des Katastrophenschutzstabs im Kreishaus sowie den Einsatzkräften auf der operativ-taktischen Ebene vor Ort.

Thorben Brinkmann, dessen Bestellungsurkunde zunächst bis 30. Juni 2027 befristet ist, tritt die Nachfolge von Dirk Hildebrand aus Lilienthal an, der die Funktion aus persönlichen Gründen abgegeben hatte. Dem Leiter der Einsatzabteilung untersteht ein eigener rund 20-köpfiger Stab von Ehrenamtlichen aus verschiedenen Sachgebieten. Für die neue Aufgabe hatte Brinkmann zuvor einen speziellen Lehrgang („Führen von Verbänden“) erfolgreich absolviert. Nach dem niedersächsischen Katastrophenschutzgesetz müssen die zuständigen Behörden wie der Landkreis eine eigene technische Einsatzleitung für den Fall der Fälle vorhalten.

Damit die beteiligten Haupt- und Ehrenamtlichen nicht aus der Übung kommen, gibt es regelmäßige Schulungen und Trainings. Bei der diesjährigen sogenannten Stabsrahmenübung, die zuvor im Kreishaus stattfand, wirkten etwa 250 Akteure mit. Es ging laut Szenario um die fiktive Bewältigung einer Unwetterlage. Der von der Verwaltungsspitze geleitete Katastrophenschutz-Stab wird stets von Verbindungsbeamten der Polizei und der Bundeswehr sowie von weiteren Fachberatern unterstützt, etwa aus den Bereichen Brandschutz, Sanität, Gesundheit und THW sowie Energie-, Wasser- und Abwasserversorgung.

Gearbeitet wurde von Dienstag bis Donnerstag in jeweils achtstündigen Schichten. Dabei waren für jeweils einen Tag auch die Verwaltungsstäbe aus den Rathäusern Osterholz-Scharmbeck, Ritterhude und Schwanewede eingebunden. Im Fokus standen die neue landeseinheitliche Stabssoftware sowie die möglichst reibungslose Übergabe der Einsatzlage an die jeweils nächste Schicht.

TEXT: Bernhard Komesker (Osterholzer Kreisblatt)

FOTO: Landkreis Osterholz

Gründungsversammlung der Ortsfeuerwehr Ihlpohl-Platjenwerbe

Am Samstag, den 11. Januar 2025, fand im Rathaus in Ritterhude die Gründungsversammlung der neuen Ortsfeuerwehr Ihlpohl-Platjenwerbe statt.

Gemeindebrandmeister Thomas Becker eröffnete die Sitzung und dankte den anwesenden (Ehren-)Gästen, den Fraktionsvorsitzenden der Parteien im Gemeinderat, dem Kreisbrandmeister Jan Hinken sowie dem Gemeindekommando für ihr Erscheinen.
Becker sprach seinen Vorgängern Jochem Pieper und Andreas Albrecht besonderen Dank aus, die dieses Vorhaben bereits während ihrer Amtszeit initiiert bzw. vorangetrieben hatten. Er betonte, dass der lange Prozess der Fusion nun endlich abgeschlossen sei und dass diese Maßnahme die Feuerwehr nachhaltig stärken werde – insbesondere im Hinblick auf die anstehenden Veränderungen der nächsten Jahre.
Als ein zentrales Beispiel nannte Becker das neue Feuerwehrhaus, in das die Ortsfeuerwehr einziehen wird, sobald es fertiggestellt ist.

Anschließend übergab er das Wort an den Bürgermeister von Ritterhude, Jürgen Kuck. Der Bürgermeister sprach den Mitgliedern der Feuerwehr seinen Dank für ihr Engagement im Sinne des Gemeindewohls aus. Er erinnerte daran, dass die ersten Überlegungen zur Fusion vor allem von finanziellen Überlegungen geprägt waren. Letztlich habe jedoch nicht das Finanzielle im Vordergrund gestanden, sondern die Stärkung der Feuerwehr als Organisation.

Kuck hob hervor, dass diese Stärkung bereits durch das Zusammenwachsen der Mannschaft deutlich spürbar war. Die Mitglieder selbst hätten die Fusion als notwendig angesehen und so den Weg für diesen bedeutenden Schritt geebnet.

Der formale Teil der Sitzung

Danach war der Weg für die lang erwartete Fusion frei. Im Rahmen der Versammlung standen die Wahlen des Ortsbrandmeisters und seines Stellvertreters der neuen Ortsfeuerwehr auf der Tagesordnung.

Von den Kameradinnen und Kameraden wurden Jürgen Beil als Ortsbrandmeister und Norman Behrens als sein Stellvertreter vorgeschlagen. Beide wurden mit überwältigender Mehrheit gewählt und nahmen die Wahl an.
In ihren Reden betonten die Gewählten, wie wichtig der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft sei, um die Herausforderungen, die eine Fusion mit sich bringt, gemeinsam zu bewältigen.

Ein historischer Moment für Ritterhude und den Landkreis Osterholz

In einer weiteren Ansprache hob Bürgermeister Kuck die historische Bedeutung dieses Moments für Ritterhude und den Landkreis Osterholz hervor. Kreisbrandmeister Jan Hinken schloss sich dieser Einschätzung an und betonte, dass ihm in seiner langen Karriere kein vergleichbares Projekt auf Kreisebene bekannt sei – abgesehen von der Fusion Lilienthal-Falkenberg, die ihm von einem seiner Vorgänger berichtet wurde.

Hans Gfroerer, Sprecher der anwesenden Ratsfraktionen, dankte ebenfalls der Feuerwehr für ihren Einsatz und unterstrich die Bedeutung einer starken Feuerwehr für die Gemeinde. Er sicherte die Unterstützung des Gemeinderates zu und verwies auf die Einführung eines Einsatzgeldes im vergangenen Jahr als Ausdruck der Wertschätzung für die Leistungen der Feuerwehrmitglieder.

Ehrungen und Ausblick

Den feierlichen Abschluss bildeten drei Ehrungen:
Zwei Alterskameraden wurden für langjährige Mitgliedschaft geehrt, Hans-Georg Becker für 50 Jahre und Hans-Walter Klöhn für 40 Jahre.
Gemeindebrandmeister Thomas Becker wurde für 50 Jahre aktiven Feuerwehrdienst geehrt – ein beachtliche Leistung, wie in der Ansprache hervorgehoben wurde.

Nach der offiziellen Sitzung klang der Abend bei einem gemeinsamen Essen und Gesprächen aus.

Für die neue Ortsfeuerwehr Ihlpohl-Platjenwerbe beginnt das Jahr 2025 direkt mit vollem Einsatz: Am 31. Januar treffen sich alle Mitglieder erneut, um die Organisation weiter aufzubauen. Dazu zählen unter anderem die Wahlen der Funktionsträger, wie beispielsweise der Gruppenführer.

TEXT: Michael Lieckfeld

Dienstversammlung der Kreisfeuerwehr

23.11.2024 in Hambergen-Holste

Die diesjährige Dienstversammlung der Kreisfeuerwehr Osterholz wurde im Altdeutschen Haus in der Gemeinde Hambergen abgehalten. Neben den üblchen Regularien wurde die Veranstaltung durch Grußworte von Samtgemeindebürgermeister Gerd Brauns, Landrat Bernd Lütjen, Bundestagsabgeordneten Andreas Mattfeld und Landtagsabgeorneten Axel Miesner eröffnet. Die neue Leiterin des Polizeikommisariates Osterholz Frau Sarah Humbach stellte sich im Anschluss der Grußworte vor.

Ehrung für langjährige Kreisausbildung

  • Olaf Buse aus Hambergen (Abschied)
  • Silke Bagner aus Ritterhude (25 Jahre)
  • Mario Bagner aus Ritterhude (25 Jahre)
  • Uwe Kück aus Worpswede (25 Jahre)

Im Rahmen der Tagesordnung zeichnete Landrat Bernd Lütjen viele Kameraden für 40 und 50 Jahre aktiven Dienst in den Freiwilligen Feuerwehren des Ladkreises aus.

40 Jahre in der Feuerwehr

  • Hauptlöschmeister Hans Puckhaber
  • Oberbrandmeister Olaf Buse
  • Erster Hauptfeuerwehrmann Andreas Monsees
  • Hauptbrandmeister Bernd Büntemeyer
  • Erster Hauptfeuerwehrmann Holger Prigge
  • Erster Hauptfeuerwehrmann Volker Brozeit
  • Brandmeister Frank Schiefner
  • Hauptlöschmeister Robert Streffing
  • Oberfeuerwehrmann Uwe Meier

50 Jahre in der Feuerwehr

  • Erster Hauptfeuerwehrmann Peter Wottrich
  • Hauptbrandmeister Uwe Kück
  • Hauptlöschmeister Axel Schönteich
  • Erster Hauptfeuerwehrmann Jörg Heine
  • Brandmeister Horst Burdorf
  • Erster Hauptbrandmeister Thomas Becker
  • Erster Hauptfeuerwehrmann Herbert Grimm
  • Brandmeister Werner Schnakenberg

Ehrung für besondere Verdienste

Feuerwehrehrenzeichen am Bande für
Axel Schönteich

Bericht Kreisbrandmeister

Einsätze

  • Brandeinsätze über 270
  • davon 5 Großbrände
  • Hilfeleistungen über 530
  • davon 90 Hilfelose Person / Nottüröffnung
  • davon 22 Verkehrsunfall eingeklempte Person
  • Besondere Einsatzlagen:
  • Hochwasser / Starkregen
  • Brand von Mehrfamilienhäuser
  • Umfangreiche Menschen Rettungen

Neues Brandschutzgesetz (11.11.24)

  • Freistellung von Betreuern in der KF/JF
  • Einrichtung eines Brandschutzbeirates
  • Aufstellung/Förderung von Landeseinheiten
  • Feuerwehrbedarfsplan auf Landesebene
  • Regelungen zu Sondervermögen
  • Rechtsgrundlagen für Drohneneinsätze

Feuerwehr-Verordnung noch in Arbeit

  • Neue Dienstkleidung
  • Neue Dienstgrade
  • Ausbildung- und Dienstvoraussetzungen
  • Keine zeitliche Verpflichtung zur Umstellung auf die neue Dienstkleidung
  • Erlass zur Aufstellung einer KFB
  • Klärungsbedarf über Umfang und Ausrüstung
  • Förderung durch das Land

Ausbildung in Feuerwehr

  • Verschiebung der Aufgaben vom Land an die Kommunen und die Landkreise
  • Neuordnung der Ausbildung in MAG Modulare Grundausbildung
  • QS1 – QS2 – QS3
  • Umsetzung auf Kreisebene hat funktioniert
  • Landesebene Digitale Ausweitung

Kreisfeuerwehrbereitschaft

  • Übung am Samstag, den 19. Oktober 2024 in Pennigbüttel
  • Übungsschwerpunkte: Menschen Rettung, Technische Hilfeleistung, Wassertransport, Wasserförderung und Brandbekämpfung und auf dem Gelände von Abfall-Service Osterholz und Nachbarschaft
  • Versorgung und Einsatzleitung in der FTZ

Ehrung Hochwassereinsatz 2023/24

  • In acht Landkreisen
  •   „Außergewöhnliches Ereignis“
  •   über mehrere Tage (LK OHZ 15 Tage)
  • Landesweit über 100.000 Helfer im Einsatz
  • Einheitliches Ehrenzeichen vom Land

Einheitliche Führungssoftware

  • Landesweite Katastrophenschutz-Software für alle Katastrophenschutzbehörden
  • Unterstützung der Stabsarbeit
  • Sichere, schnelle und verlässliche Kommunikation zwischen den Stäben
  • Bearbeiten von aufwachsenden Einsätzen und die übernahme einsatzbezogener Daten durch übergeordnete Stellen
  • Stabssoftware „CommandX“

Einsatzdrohne

  • Übernahme einer Einsatzdrohne in die Kreisfeuerwehr im Sommer 2024
  • Aufbau einer eigenständigen Drohneneinheit zur Unterstützung der bestehenden Drohnengruppen in den Ortsfeuerwehren

Ausrüstung mit einem neuen CBRN-Erkunder als Ersatz für den vorhandenen

Vorraussichtlich im Frühjahr 2025

Auslieferung eines LF-KatS

  • Beschaffung über das Land
  • Stationierung in der Ortsfeuerwehr Pennigbüttel
  • Einbindung in die Kreisfeuerwehrbereitschaft

Jährliche Übung der Fachgruppen Information und Kommunikation

„Wind of Change“

Jährlich treffen sich die Fachgruppen Information- und Kommunikation der Feuerwehren aus verschiedenen Landkreisen zu einer gemeinsamen Übung. Ziel ist es, im Rahmen anspruchsvoller Übungsszenarien gemeinsam Großschadenslagen zu trainieren und voneinander zu lernen. Nachdem 2023 der Landkreis Osterholz mit der „Moorteufel“-Übung Veranstalter war, richtete vom 23.-25. August der Landkreis Cloppenburg die Übung 2024 unter dem vielversprechenden Namen „Wind of Change“ aus. Neben dem Gastgeber und der Osterholzer IuK Gruppe nahmen Einheiten aus den Landkreisen Leer und Wittmund an der Übung teil. Erstmalig wurde die Osterholzer IuK Gruppe von Mitgliedern der Technischen Einsatzleitung Osterholz und dem THW Osterholz unterstützt. „Wir haben bewusst das Team in diesem Jahr etwas breiter aufgestellt, um mehr Ideen und unterschiedliche Ansätze auszuprobieren“, so Andreas Berger, Leiter der Osterholzer IuK Gruppe.

Nachdem am Freitagabend allgemeines kennenlernen und ein erster fachlicher Austausch auf dem Programm stand, war der Samstag geprägt von den ausgearbeiteten Übungsszenarien, die aus einer angenommenen Starksturmlage mit diversen Schäden resultierten. Die Fahrzeuge verlegten an ihre jeweiligen Übungsstandorte und wurden dann mit diversen Kommunikationsanforderungen konfrontiert. Zum späten Nachmittag trafen sich alle beteiligten Einheiten zur Nachbesprechung der Übung. Anschließend hätten noch diverse Punkte, wie der Besuch der lokalen Jugendfeuerwehr auf dem Programm stehen sollen.

Es zeigte sich jedoch, dass die Gastgeber mit „Wind of Change“ unbewusst einen sehr realistischen Übungstitel gewählt hatten: Da sich reale Unwetterlagen in den Bereichen Leer und Wittmund abzeichneten, entschieden sich die entsprechenden Einheiten zur kurzfristigen Rückfahrt in ihre Einsatzgebiete, um für die anzunehmenden Alarmierungen zur Verfügung zu stehen. Daraufhin traten auch die Teilnehmer aus Osterholz die Rückfahrt in den glücklicherweise nicht ganz so stark betroffenen Landkreis an. Auch wenn sich das Übungsende doch einigermaßen spontan einstellte, waren sich alle Teilnehmer darin einig, auch in diesem Jahr wieder viele wertvolle Erkenntnisse mitgenommen zu haben. Die Übungsreihe soll auch 2025 fortgesetzt werden.

Land stiftet Ehrennadeln für die Helfer

Hochwasser in Lilienthal

Die Gemeinde Lilienthal will den Helfern beim Hochwasser mit einem Fest danken. Das Land will den Einsatz ebenfalls würdigen. Wie das aussehen soll, dazu gibt es jetzt erste Details.

Foto: Lutz Rode

Mit einem Helferfest in der Stadthalle Osterholz-Scharmbeck will die Gemeinde Lilienthal all jenen danken, die beim Hochwasser mit angepackt haben. Im Rathaus steckt man aktuell noch mitten in der Vorbereitung, aber klar ist, dass die freiwilligen Helferinnen und Helfer noch eine persönliche Einladung für den 4. Mai erhalten sollen, genauso wie noch Einladungen an Feuerwehren, THW, Rotes Kreuz, DLRG und andere Hilfsorganisationen verschickt werden sollen. Rund 1000 Gäste werden zu dem Fest erwartet.

Auch in der Niedersächsischen Staatskanzlei sind die Helferfeste aktuell ein Thema. Der Landtagsabgeordnete Axel Miesner hat sich in dieser Woche bei deren Leiter Jörg Mielke erkundigt, wie es denn mit der angekündigten Unterstützung der Kommunen für Dankesfeste dieser Art aussieht. Ministerpräsident Stephan Weil hatte in einer Regierungserklärung Anfang Februar im Landtag angekündigt, dass das Land den Kommunen bei geplanten Dankesveranstaltungen finanziell unter die Arme greifen wolle. Weil hatte in seiner Rede die gewaltige Gemeinschaftsleistung hervorgehoben, die in der Würdigung zum Ausdruck kommen müsse.

Es sind noch einige offene Frage zu klären, doch so viel steht fest: Die Einsatzkräfte sollen für ihren Hochwasser-Einsatz eine Ehrennadel mit Bandschnalle verliehen bekommen, die Auszeichnung wird von der Landesregierung gestiftet. Wie groß die finanzielle Unterstützung von Festen ausfällt, steht laut Staatskanzlei im Zusammenhang mit der Verleihung der Ehrenzeichen. Derzeit finde eine Abfrage bei den betroffenen Kommunen statt, mit der möglichst die konkrete Anzahl der eingesetzten Helferinnen und Helfer ermittelt werden soll. „Die Rückmeldung aus den Kommunen soll dann sowohl die Grundlage für die spätere Verleihung der Ehrennadeln sein als auch für die finanzielle Unterstützung des Landes für die Dankveranstaltungen vor Ort. Dies bleibt zunächst abzuwarten“, teilte Mielke, der frühere Osterholzer Landrat, dem Landtagsabgeordneten Miesner mit.

Drei Millionen Euro im Topf

Von den landesweit zur Verfügung gestellten drei Millionen Euro soll die Hälfte für die Beschaffung der Ehrennadeln mit Bandschnalle verwendet werden, während die andere Hälfte als Veranstaltungsbudget vorgesehen sind. Details sind im Lilienthaler Rathaus noch nicht bekannt. Die Rückmeldungen sollen über den Landkreis laufen, doch dort sind bisher keine weiteren Instruktionen vom Land eingetroffen.

Erst in der vergangenen Woche hatte der Lilienthaler Gemeinderat zugestimmt, dass 70.000 Euro für das Helferfest bereitgestellt werden. Verbunden war die Entscheidung aber auch mit der Ansage, dass man versuchen wolle, über Spenden und andere Hilfen die finanzielle Belastung für die Gemeinde so klein wie möglich zu halten. Fraglich ist, ob das Land die angekündigten Ehrennadeln bis zum Lilienthaler Fest Anfang Mai beschaffen kann, ob die Nadeln nur für Feuerwehrleute und andere Ehrenamtliche gedacht sind oder auch private Helfer einbezogen sind. Und was das unterm Strich für die in Aussicht gestellte finanzielle Hilfe bedeutet, ist ebenfalls noch unklar. „Wir bleiben aber in jedem Fall am Ball und hoffen natürlich, dass wir für unser Helferfest in den Genuss der Unterstützung vom Land kommen“, sagt Gemeinde-Sprecherin Marilena Koch.

Text: Lutz Rohde (Wümme Zeitung)

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