Technischer Einsatzleiter

Thorben Brinkmann koordiniert Katastrophen-Einsätze

Thorben Brinkmann erhielt von Landrat Bernd Lütjen jetzt die Bestellungsurkunde zum Leiter der technischen Einsatzleitung im Katastrophenschutz.

Landkreis Osterholz. Thorben Brinkmann, Gruppenführer bei der Freiwilligen Feuerwehr Ritterhude, ist von der Osterholzer Kreisverwaltung mit einer neuen, wichtigen Aufgabe betraut worden: Der 28-jährige Jura-Student, der schon beim Lilienthaler Weihnachtshochwasser 2023 in leitender Funktion tätig war, wurde von Landrat Bernd Lütjen nun offiziell zum Chef der Technischen Einsatzleitung im Katastrophenfall ernannt. Brinkmann ist damit das entscheidende Bindeglied zwischen den Mitgliedern des Katastrophenschutzstabs im Kreishaus sowie den Einsatzkräften auf der operativ-taktischen Ebene vor Ort.

Thorben Brinkmann, dessen Bestellungsurkunde zunächst bis 30. Juni 2027 befristet ist, tritt die Nachfolge von Dirk Hildebrand aus Lilienthal an, der die Funktion aus persönlichen Gründen abgegeben hatte. Dem Leiter der Einsatzabteilung untersteht ein eigener rund 20-köpfiger Stab von Ehrenamtlichen aus verschiedenen Sachgebieten. Für die neue Aufgabe hatte Brinkmann zuvor einen speziellen Lehrgang („Führen von Verbänden“) erfolgreich absolviert. Nach dem niedersächsischen Katastrophenschutzgesetz müssen die zuständigen Behörden wie der Landkreis eine eigene technische Einsatzleitung für den Fall der Fälle vorhalten.

Damit die beteiligten Haupt- und Ehrenamtlichen nicht aus der Übung kommen, gibt es regelmäßige Schulungen und Trainings. Bei der diesjährigen sogenannten Stabsrahmenübung, die zuvor im Kreishaus stattfand, wirkten etwa 250 Akteure mit. Es ging laut Szenario um die fiktive Bewältigung einer Unwetterlage. Der von der Verwaltungsspitze geleitete Katastrophenschutz-Stab wird stets von Verbindungsbeamten der Polizei und der Bundeswehr sowie von weiteren Fachberatern unterstützt, etwa aus den Bereichen Brandschutz, Sanität, Gesundheit und THW sowie Energie-, Wasser- und Abwasserversorgung.

Gearbeitet wurde von Dienstag bis Donnerstag in jeweils achtstündigen Schichten. Dabei waren für jeweils einen Tag auch die Verwaltungsstäbe aus den Rathäusern Osterholz-Scharmbeck, Ritterhude und Schwanewede eingebunden. Im Fokus standen die neue landeseinheitliche Stabssoftware sowie die möglichst reibungslose Übergabe der Einsatzlage an die jeweils nächste Schicht.

TEXT: Bernhard Komesker (Osterholzer Kreisblatt)

FOTO: Landkreis Osterholz

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